Sekt aus Österreich

Elegante, feine und vielschichte Sekte verlangen viel Fingerspitzengefühl sowie Wissen über die passende Traubenqualität und die Sektmacherkunst. Immer mehr Winzer widmen sich (wieder) dem Thema Sekt, welcher seit Mitte des 19. Jahrhunderts Teil der traditionsreichen, österreichischen Weinkultur ist. Bisher fehlte es allerdings an einem klar definierten Regelwerk für eine hochwertige Positionierung in den österreichischen Weinkategorien. Daran wird derzeit von einer eigens eingerichteten Körperschaft gearbeitet.

Seit April 2013 gibt es ein offizielles Österreichisches Sektkomitee, dessen Wirkungsbereich sich über ganz Österreich erstreckt. Die Tätigkeiten des Österreichischen Sektkomitees umfassen die Verbesserung von Know-How und Transparenz bei der Erzeugung und Vermarktung von österreichischem Sekt mit dem Ziel, beim Konsumenten mehr Bewusstsein für heimische Spitzenprodukte zu schaffen. Zu diesen heimischen Spitzenprodukten zählen wir auch unser Sektsortiment.

Derzeit wird an einer dreistufigen Sektpyramide gearbeitet, die dem Konsumenten einen Überblick verschaffen soll, woraus, wo und wie sein Sekt erzeugt wurde. Die drei Stufen im Detail:

STUFE 1

  • Trauben, Verarbeitung und Versektung in Österreich
  • Mind. 12 Monate ab Ernte / Erstverkauf am 22.10. des Folgejahres
  • Mind. 9 Monate Lagerzeit auf der Hefe
  • Alle Methoden, die zur Sekterzeugung geeignet sind, erlaubt
  • Alle Stilistiken / alle Dosagen / alle „Farben“ (weiß, rosé, rot) erlaubt
  • Keine Lagenbezeichnung, keine nähere Herkunftsbezeichnung erlaubt
  • Jahrgangsbezeichnung erlaubt
  • Traubenverarbeitung nach dem Gesetz

STUFE 2

  • Trauben zu 100 % aus einem Bundesland (als Weinbaugebiet)
  • Ausschließlich Traditionelle Flaschengärung
  • Mind. 24 Monate ab Ernte / Erstverkauf am 22.10. des dem Folgejahr folgenden Jahres (nach 2 Jahren)
  • Mind. 18 Monate auf der Hefe
  • Ausbeutesatz 60 % (Saft der Traubenmenge)
  • Herkunftsbezeichnung Bundesland
  • Keine Lagen-/Ortschaftsbezeichnung erlaubt
  • Jahrgangsbezeichnung erlaubt
  • Ausschließlich brut und extra brut/brut nature
  • Weiß und rosé erlaubt
  • Handlese
  • Ganztraubenpressung

STUFE 3

  • Trauben aus abgegrenztem Gebiet / Gemeinde*
  • Mind. 36 Monate ab Ernte / Erstverkauf 22.10. (nach 3 Jahren)
  • Mind. 30 Monate auf der Hefe
  • Ausschließlich Traditionelle Flaschengärung
  • Ausbeutesatz 50 % (Saft der Traubenmenge)
  • Lagenbezeichnung / angemeldete Rieden erlaubt
  • Ausschließlich brut und extra brut/brut nature
  • Handlese (max. Schütthöhe 35 cm)
  • Pressung: Korbpresse oder pneumatisch
  • Grundweine weiß oder rosé (kein Vermischen/Verschneiden von rotem und weißem Wein). D.h. keine weißen Trauben für Rosé.
  • Pressung im Gerichtsbezirk der Traubenherkunft / Mosttransport erlaubt
  • Derzeit keine Eingrenzung des Alkoholgehalts nach unten oder oben
  • Ganztraubenpressung

* Im Zusammenhang mit den Gebietsgrenzen (Gemeinde/Gerichtsbezirk) wird noch an einer Detaillösung gearbeitet, um Kurzdistanzen zwischen Weingarten und Presshaus, die dennoch eine Gemeindegrenze überqueren (z.B. Wien/Klosterneuburg) zu lösen.